Verbrauch von Immunsuppressiva

Quelle: IGES-Berechnungen nach AVR (1996-2002) NVI (Insight Health) (ab 2003)

Die Immunsuppressiva gehören zu den selten angewendeten Arzneimitteln, von denen jeder Versicherte der GKV 2014 im Mittel 2,2 DDD erhielt.
Der Verbrauch von Immunsuppressiva zeigt seit 1996 einen kaum unterbrochenen Anstieg. Der Verbrauch hat sich seither mehr als verachtfacht. Bis 1999 war das Wachstum eher verhalten, doch ab 2000 begann das bis heute anhaltende, beinahe stetige Verbrauchswachstum, das sich zwischen 2,1 und 21,2 Mio. pro Jahr bewegte und nur 2004 durch einen minimalen Rückgang gestört wurde. Dieser Rückgang glich allerdings lediglich den Vorzieheffekt des Jahres 2003 – bedingt durch die Erwartung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes – aus. Über die Jahre 2000 – 2014 gemittelt ergibt sich ein jährlicher Verbrauchsanstieg von 8,7 Mio. DDD. In der ersten Dekade ab 2000 waren die Wachstumsraten in der Regel zweistellig; seit 2009 bewegten sich die jährlichen Zuwachsraten zwischen 5,5 und 7,4 %. 2014 war der Verbrauchsanstieg mit 10,1 Mio. DDD wieder deutlich höher als in den vergangenen Jahren und die Rate lag bei 7,1 %.