Indikationsgruppe

Die Bezeichnung der Wirkstoffe in dieser Indikationsgruppe als Immunsuppressiva deutet bereits auf eine wichtige gemeinsame Eigenschaft hin: Die Arzneimittel wirken hemmend auf immunologische Prozesse.
Dabei hat die Entwicklung in den letzten 20 Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Ursprünglich standen lediglich die beiden Wirkstoffe Methotrexat und Azathioprin zur Verfügung, die als Antimetaboliten einst zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt worden waren und relativ unspezifisch immunsuppressiv wirken. Mit zunehmendem Verständnis immunologischer Prozesse allgemein und besonders den spezifischen Abläufen bei bestimmten Erkrankungen konnten Arzneimittel entwickelt werden, die sehr zielgenau in gestörte Immunprozesse eingreifen.
Entsprechend den zahlreichen immunologischen Erkrankungen werden verschiedene Teil-Indikationsgruppen unterschieden.